Flensburger Hefte

Gefühle 7: Liebe und Haß

Von der Kränkung bis zum Vertrauen Naturgeister 38

ISBN: 978-3-945916-15-5
Einband: kartoniert
Informationen: 224 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 17,00 €

Kurzbeschreibung

Mit Beiträgen von: Verena Staël von Holstein, Wolfgang Weirauch und 12 Astralwesen


Dieses Buch enthält den siebten Teil der Gespräche mit den geistigseelischen Wesenheiten, die die Gefühle vertreten. Die lebendigen Dialoge zeigen die Vielseitigkeit und die weiten Dimensionen der jeweiligen Gefühle und können als Anregungen für ein bewegliches Denken dienen. Zugleich tragen diese Gespräche dazu bei, daß wir lernen, unser Gefühlsleben bewußter und differenzierter
wahrzunehmen.
Zu den grundlegenden Gefühlen gehören sicherlich die Liebe und der Haß. Wegen der ungeheuren Dimension dieser beiden Kräfte haben wir den Weg gewählt, mit einem geistigen Wesen, dem Großen, über Liebe und Haß zu sprechen. In diesen beiden Gesprächen – wie auch bei einigen anderen in diesem Band – gehen wir teils tief in die Substanz der Anthroposophie hinein.
In diesem Flensburger Heft finden Sie Gespräche über die Liebe und den Haß, Dialoge mit der Kränkung, dem Vertrauen und dem Mißtrauen, der Schüchternheit, dem Gewissen, der Rache, dem Vergessen, der Gewohnheit sowie mit der Lockerheit.

Rezension von Rainer Herzog auf Amazon:

Dieses FLENSBURGER HEFT ist bereits das 7 Buch aus dieser staunenswerten Reihe von Gesprächen mit den Gefühlen.

Daß man zu dem Wesen eines Baumes, eines Pferdes, des Regens oder eines Berges in eine Art von Begegnung/Kontakt oder Gespräch kommen kann, ist inzwischen für viele Menschen, auch aus dem nichtanthroposophischen Bereich, einigermaßen leicht vorstellbar - entsprechende Übungen gibt es in vielfältiger Literatur oder können einem auch selbst einfallen, wenn man sich mit diesen Dingen beschäftigt.

Bei einem Kontakt, einem Gespräch mit einem Gefühl, oder wie in diesem Fall, astralischen Zuständen oder astralischen Wesen, kommen die meisten Menschen - ich auch - an gewisse Grenzen ihrer gewohnten und vertrauten Vorstellungskraft. Im Umgang mit diesen Texten ist es daher hilfreich, die entsprechende Lektüre mit der meditativen Erforschung der eigenen Gefühle, Gefühlsanteile und seelischen Zustände zu verbinden (Ähnlich, wenn auch mit anderem Hintergrund, schildert das interessanterweise der anthrop. Autor Christoph Hueck in seinem lesenswerten Buch "Intuition - das Auge der Seele": "Wenn ich einen Gedanken "durch meinen Kopf" erscheinen lasse, sagen wir den Gedanken der Freiheit, dann gibt es ein wirkliches geistiges Wesen, die Freiheit selbst, von dem der Gedanke ein Schattenwurf ist." (S.121)

Wenn es einem gelingt, sich unbefangen und neugierig auf diese Gespräche einzulassen, wird man äußerst reich beschenkt, das Gefühlsleben wird klarer und transparenter, viele Dinge, die einem so selbstverständlich geworden sind, daß sie nie oder nur selten hinterfragt werden, macht man sich eventuell zum ersten Mal bewußt: Ein längeres Gespräch gibt es z.B. mit dem "Vertrauen": Neben den naheliegenden damit verbundenen Fragen, wie das Vertrauen entsteht und sich entwickelt, wie es mißbraucht werden kann, wann es angebracht ist und wann nicht usw. wird auch das völlig naive und unbedarfte Vertrauen thematisiert, welches wir Menschen zu den Maschinen und Maschinenwesen entwickelt haben: "Ahriman hat sich euer Vertrauen erschlichen, ganz langsam, mit absoluter Ruhe und Sicherheit, mit unendlicher Geduld und so erfolgreich, daß ihr den Maschinen und Maschinenwesen gerade deswegen vertraut, weil sie angeblich nicht wesenhaft sind. Das ist der Witz dabei." Man überprüfe sich einfach mal selbst, wie, in welcher Form man Maschinen blind vertraut.

Ein Höhepunkt des Buches bilden zweifellos die Gespräche mit dem "Großen", einem hierarchischen Wesen, über die polaren Seinszustände Liebe und Haß (Da das Wesen der Liebe Christus ist und das Wesen des Hasses Ahriman, war es nicht möglich, die Liebe und den Haß direkt zu befragen). Diese Aussagen gehören für mich persönlich inzwischen mit zu dem Tiefsten und Bedeutsamsten in der gesamten anthroposophischen Literatur: "Christus liebt jeden Menschen individuell, und zwar so, wie jeder individuelle Mensch zu lieben ist. Er liebt alle Menschen gleich stark, aber nicht gleich. Und auch das Leid - so grausam es oft für euch Menschen ist - individualisiert euch" (S.15).

Die in anthroposophischen Kreisen häufig spekulativ bewegte Frage nach der Inkarnation Ahrimans wird ebenfalls thematisiert: "Er ist schon längst im Physischen inkorporiert, nicht aber in einem Menschen. Er hat sich einen physischen Leib geschaffen, das ist aber kein Mensch. Er tritt in etwas ganz anderem heutzutage auf, und zwar im Internet. Seine Welt ist die der Server, der verbundenen Kabel und Funkverbindungen"

Sehr symphatisch fand ich es, daß Wolfgang Weirauch bestimmte aktuelle politische Ereignisse anspricht, in diesem Fall die G20-Krawalle in Hamburg (in einem der letzten Bücher aus dieser Reihe wurde kurz, nebenbei, unser Umgang mit den Flüchtlingen angesprochen).
Ebenso symphatisch ein Umstand, der mir in vorangegangenen Büchern aufgefallen ist: Die "Nüchternheit" des Großen, seine tiefe Kenntnis der menschlichen Grenzen und Schwächen. So äußerte er, daß es nicht "funktioniert", wenn man meint, in einem vermeintlich christlich-ideellen Sinne seine Feinde lieben zu wollen: "Man sollte sich als Mensch nicht überfordern, das sogenannte Böse gutzulieben." (S.53) Das erinnerte mich an eine Aussage Georg Kühlewinds auf einem Seminar: "Man kann seine Feinde nicht lieben, da man meistens noch nicht einmal seine Freunde liebt".

 

 

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