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Der goldene Schlüssel

Anregungen für Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer

Ludger Helming-Jacoby

ISBN: 978-3-935679-69-5
Einband: kartoniert, mit CD-ROM
Informationen: 224 S. (mit CD ca. 600 S.)
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 32,80 €

Kurzbeschreibung

Aus seiner langjährigen Tätigkeit als Waldorflehrer hat der Autor eine Fülle von
Unterrichtsbeispielen und Anregungen für die Arbeit des Klassenlehrers zusammengestellt, wobei der Schwerpunkt des Buches auf Themen der Unterstufe
liegt.


Das Buch und die beiliegende CD enthalten u.a.:
• Geschichten zur Einschulung
• Geschichten zur Einführung der Buchstaben, die das gesamte Alphabet umfassen, dazu die entsprechenden Tafelbilder und Texte für die Epochenhefte
• Die Anfänge des Rechnens in der ersten Klasse
• Aufgaben für das Formenzeichnen Klassen 1 – 4
• Geschichten zum ersten Schultag Klassen 2 – 5
• „Äsop und seine Geschichten“, eine Sammlung von Fabeln, eingebettet in eine Rahmengeschichte
• Die Schreibepochen im 2. Schuljahr
• Einführung der Schreibschrift im 3. Schuljahr
• Lieder für die Unterstufe, Geburtstagslieder für Kl. 1 – 5
• Klassenspiele für Kl. 1 – 6, Hinweise zu Acht-Klass-Spielen
• 50 Tafelbilder Klassen 1 – 5
• Aufsätze, u.a. zu den Themen „Bildhaftigkeit“, „Zur Wirksamkeit von Gedanken“ und „Elternarbeit zum Thema Film und Fernsehen.

Ergänzungen zum Buch und zur CD-ROM sind auf der Internetseite www.zeugnissprueche.de zu finden. 

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Erziehungskunst - Oktober 2012

Rezensentin: Elisabeth Voß

Schatzkiste für Klassenlehrer

»Der goldene Schlüssel« öffnet als Buch mit umfangreicher CD-ROM den Zugang zu einer Fülle von Schätzen, die der Autor in seiner fast 30jährigen Klassenlehrerzeit erarbeitet, erprobt und liebevoll dokumentiert hat.

Die daraus entstandene Schatzkiste umfasst Geschichten zum Schuljahresanfang, zur Einführung der Buchstaben, des Rechnens und der Schreibschrift, Tafelbilder, Epochenverläufe, Gedichte, Lieder, Klassenspiele für die Klassen 1-6, schließlich sogar Artikel über pädagogische Fragen. Sie bietet damit nicht nur jungen Kollegen wertvolle und ermutigende Anregungen, auch »alte Hasen« können hier so manchen ungewöhnlichen, originellen Zugang zu den Epochen der Unterstufe finden.

Die Sammlung von in der pädagogischen Praxis erprobten Materialien und Methoden ist als Steinbruch gedacht, aus dem man sich das ein oder andere Stück herausnehmen, aber auch bearbeiten kann. Werkstattcharakter hat die Darstellung der Formenzeichen-Epochen, in die Helming-Jacoby immer wieder handschriftliche Kommentare eingefügt hat. Die Materialien auf der CD-ROM sind in Manuskriptform belassen; die Texte der Klassenspiele können direkt verändert, die zahlreichen farbigen Abbildungen auf dem PC vergrößert werden. Während das Buch eine Fülle von pädagogischen Aufsätzen und von Geschichten zu verschiedenen Unterrichtsthemen liefert, beeindruckt die CD-ROM durch detaillierte Abbildungen zu Buchstabengeschichten, durch Formenzeichnungen, Epochenheftbeispiele und Reflexionsnotizen.

Die zahlreichen Geschichten und Tafelbilder zeigen, dass der Autor mit Freude und Unbefangenheit Unterrichtsinhalte ins innere und äußere Bild bringt. Seine Erläuterungen, die er häufig den Dokumenten beifügt, machen Mut, selbst zu fabulieren.

Dank seiner Vielfalt, Konkretheit und guten Lesbarkeit bildet dieses Buch einen wertvollen Begleiter durch die ersten sechs Jahre der Klassenlehrerzeit, den man immer wieder zur Hand nehmen wird. 

 

Buchbesprechung  aus: „Lehrerrundbrief“ Nr. 89, Oktober 2012

Es wurde Abend, die ersten Sterne standen schon am Himmel, da trat die alte Frau vor ihre Hütte. „Ich weiß, warum ihr gekommen seid“, sagte sie freundlich zu den Königssöhnen und Königstöchtern, die sich dort eingefunden hatten. „Den Weg zu dem Schatz kann ich euch allerdings nicht zeigen, den müsst ihr euch selber suchen. Aber dies mag euch eine Hilfe sein.“ Und sie reichte jedem von ihnen einen goldenen Schlüssel und sprach dazu diese Worte:

„Verlier den goldenen Schlüssel nicht,
bewahr dir Mut und Zuversicht;
durch Dornen und durch Finsternis
gelangst du an dein Ziel gewiss:
Der Schatz erstrahlt in hellem Glanz,
euch all'n, und doch dein eigen ganz!“

Mit diesem Ausschnitt aus einer Geschichte zum ersten Schultag beginnt das neue Buch von Ludger Helming-Jacoby, das er nach seinem Buch mit Zeugnissprüchen (Flensburg 2000) nun am Ende seiner Schultätigkeit geschrieben hat.
„Der goldene Schlüssel“ öffnet als Buch mit umfangreicher CD-ROM den Zugang zu einer Fülle von Schätzen, die der Autor in seiner fast 30-jährigen Klassenlehrerzeit erarbeitet, erprobt und für die Klassen 1-5 liebevoll dokumentiert hat. Die daraus entstandene Schatzkiste umfasst Geschichten zum Schuljahresanfang, zur Einführung der Buchstaben, des Rechnens und der Schreibschrift, Tafelbilder, Epochenverläufe, Gedichte, Lieder, Klassenspiele für die Klassen 1-6, bis hin zu Artikeln über pädagogische Fragen. Sie bietet damit nicht nur jungen KollegInnen wertvolle und ermutigende Anregungen, auch „alte Hasen“ können hier so manchen ungewöhnlichen, originellen Zugang zu den Epochen und Erzählthemen der Unterstufe finden.
So hat der Autor beispielsweise eine wunderbare Rahmenhandlung zu den Fabeln des Äsop ersonnen, mittels derer er einen größeren Zusammenhang für die Fabeln geschaffen hat. Auch die einzelnen Buchstabeneinführungen werden in verschiedener Weise durch Geschichten miteinander verbunden, die immer wieder einen leisen Humor durchschimmern lassen. Besonders augenscheinlich wird dieser im Gedicht zur Buchstabenwiederholung, in der jeder Großbuchstabe in der Reihenfolge des Alphabets einmal auftaucht. Das Gedicht trägt den Titel „Eigenheiten“. Hier der Anfang:

Antje isst gern Butterkuchen,
süße Crepes liebt Desiree,
Emmy träumt vom eignen Fohlen,
Gerd trinkt oft Hibiskustee.“

Diese Sammlung von in der pädagogischen Praxis erprobten Materialien und Methoden erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit, sondern ist als Steinbruch gedacht, aus dem man sich das eine oder andere Stück herausnehmen, aber auch bearbeiten kann. Werkstattcharakter hat in anregendster Weise die Darstellung der Formenzeichen-Epochen, in der Helming-Jacoby immer wieder handschriftliche Kommentare eingefügt hat. Die Materialien auf der CD sind in Manuskriptform belassen worden; die Texte der Klassenspiele können direkt verändert, die zahlreichen farbigen Abbildungen auf dem PC vergrößert werden. Während das Buch eine Fülle von Geschichten zu verschiedenen Unterrichtsthemen und von pädagogischen Aufsätzen liefert, beeindruckt die CD über das bearbeitbare Textmaterial hinaus durch detaillierte Abbildungen zu Buchstabengeschichten, durch Formenzeichnungen, Epochenheft-Beispiele und Reflexionsnotizen.
Die zahlreichen Geschichten und Tafelbilder zeigen, dass der Autor spielerisch und unbefangen daran ging, Unterrichtsinhalte ins innere und äußere Bild zu bringen. Seine Erläuterungen, die er häufig den Dokumenten beifügt, machen Mut, selbst zu fabulieren – im Sinne von Rudolf Steiner, der jede noch so unvollkommene selbst erdachte Geschichte für pädagogisch wertvoller hielt als eine übernommene. Die Bildhaftigkeit, wie sie in der Waldorfpädagogik verstanden wird, ist Helming-Jacoby ein Anliegen, das auch in seinem umfangreichen Artikel „Fragen an Bilder“ ausgeführt wird, der einen differenzierten Blick auf wesentliche Aspekte der Bildhaftigkeit bietet.
Buch und CD spannen in ihrer gegenseitigen Ergänzung einen Bogen von grundlegenden menschenkundlichen Artikeln über praktische Beispiele aus dem Unterricht bis hin zu direkt verwertbaren Kopiervorlagen, etwa für ein Lernkärtchen zum Üben des Einmaleins. Dieser Bogen spiegelt die Lust wider, mit der der Autor sich auf die Arbeit mit den Kindern vorbereitet hat, und wie sich aus dieser Arbeit wieder Ideen für Neues gebildet haben.
Beeindruckend und hilfreich ist auch die Gründlichkeit und Sorgfalt, mit der der Autor die Notizen, Abbildungen und Literaturhinweise zusammengestellt hat, die somit eine Grundlage bilden, auf der man selbst weiter forschen und verändern kann. In seiner Vielfalt, Konkretheit und guten Lesbarkeit bildet dieses Werk einen äußerst anregenden, hilfreichen Begleiter durch die ersten fünf Jahre der Klassenlehrerzeit, den man immer wieder gern zur Hand nehmen wird.

Elisabeth Voss

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