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Die Regenbogenglocke

Musik und Klang, sinnlich-übersinnlich gehört

Anna Cecilia Grünn

ISBN: 978-3-935679-71-8
Einband: kartoniert
Informationen: 176 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 22,00 €

Kurzbeschreibung

Wir sind jeden Tag einer Vielzahl von Geräuschen und Klängen ausgesetzt - sei es Motorenlärm, Glockengeläut, Gesang, einem Konzert oder auch mal der Stille. Mancher spielt vielleicht ein Instrument, oder man singt und summt nebenbei vor sich hin, und in all diesen Momenten liegt die Möglichkeit einer Verbindung zur geistigen Welt, von der wir die meiste Zeit nichts ahnen. Jede Art von Musik, die wir auf der Erde spielen und hören, ist eine Verbindung der Menschen mit einer überindividuellen Kraft in der geistigen Welt und formt die Seele auf unterschiedliche Weise.

 

Anna Cecilia Grünn beschreibt ihre übersinnlichen Erlebnisse mit dem Klang und den Wesen von Naturgeräuschen, Maschinen und Instrumenten, ihre Wahrnehmung bei Musikstilen von Volksmusik bis Rap und anhand verschiedener Komponisten von Bach bis zu den Beatles sowie ihre Erlebnisse beim Klang der Planeten.

Rezension bei Amazon von Rainer Herzog:

Während des Lesens des vorliegenden Buches habe ich mich des öfteren gefragt, warum vorher noch nie jemand in der anthroposophischen Bewegung auf diese Idee gekommen ist: Ein meditativer Weg anhand des Hörens.

Anna Cecilia Grünn, Jahrgang 1987, ist den Lesern der Flensburger Hefte vielleicht schon bekannt durch die Bücher "Ellenlang" oder "Neues Hellsehen" - eine junge Frau, die bereits in sehr jungen Jahren die Fähigkeit erlangt hat, geistige Wesenheiten (in erster Linie der elementarischen Welt) wahrzunehmen und mit ihnen in Kontakt zu treten.

In dem Buch "Die Regenbogenglocke" beschreibt A.C.Grünn in den ersten Kapiteln ihre übersinnlichen Erlebnisse mit dem Klang und dem Wesen von Naturgeräuschen, Maschinen und Instrumenten. Manche Gespräche haben durchaus etwas sehr Tiefes, was mich als Leser während der Lektüre sehr berührt hat: "Der Klang entsteht, wenn die Erde, das Holz oder in unserem Fall das Metall mit dem Feuer tanzt. So ist es mit der Klangerzeugung der meisten Instrumente, vor allem der Schlag-, Streich- und Zupfinstrumente. Wo Berührung ist, ist Bewegung, wo Bewegung ist, ist Wärme, wo Wärme ist, sind die Feuerwesen und wo sie sich mit der Schwere verbinden, ist Klang...Klang ist die Freude der Schwere, des Festen über die Befreiung" (Im Gespräch mit dem Wesen einer Glocke).

In den späteren Kapiteln geht es u.a. um die geistige Qualität in der Musik bestimmter klassischer Komponisten sowie um die Beschreibung einer geisteswissenschaftlichen Forschung in Bezug auf verschiedene Musikstile (Volksmusik, Flamenco, Rap, Jazz, u.a.). Für mich persönlich, der ich mich seit meiner Jugend mit diversen Formen von Pop- und Rockmusik beschäftigt habe (durchaus in dem Sinne, dass es ein nicht unbedeutender und nicht mehr wegzudenkender Teil des Lebens geworden ist) war hier das Kapitel über die Beatles besonders spannend und aufschlußreich: Wie schön, dass es in der "Regenbogenglocke" zu keiner, wie in anthroposophischen Zusammenhängen eher üblich, herablassenden oder gar ermahnenden Darstellung über diese Band und die vermeintlich "negativen Wirkungen" ihrer Musik gekommen ist, ganz im Gegenteil: "Hört einfach ganz genau hin und spürt selber durch die Vitalität und sprühende Lebensfreude hindurch, die tiefe Ernsthaftigkeit, Wahrhaftigkeit und Bedeutsamkeit in der Musik der Beatles" (S.149) (Übrigends sind die Beatles natürlich schon reichlich antik, es wäre sinnvoll, wenn es noch einen Nachfolgeband gibt, mit einigen weiteren der zahllosen Formen modernerer Pop/Punk/Wave/Blues/Reggae/Schlager/Metal/Disco,- usw.- Musik).

Das Wertvolle an diesem Buch ist u.a. der Umstand, dass es zu eigenen Beobachtungen und Übungen des meditativen Hörens anregt: Man kann sich von den Schilderungen der Autorin berühren und inspirieren lassen, dem eigenen täglich erlebten Hörraum, anders als bisher, zu begegnen. Wir haben durchgehend eine vielfältige und mannigfaltige (häufig Stress auslösende) Hör- und Geräuschkulisse um uns und in uns; wir können uns einerseits entsprechend schulen, auf das zu achten, wie die Welt sich uns ohne unser Zutun im Hören erschließt, andererseits können wir gezielt bestimmte Hör- und Klangerlebnisse aufsuchen (und sei es durch CDs, was die Autorin auch vorschlägt). Man kann hier die wichtige seelenhygienische Beobachtung machen, dass die Übung des gezielten, achtsamen Hörens dem inneren Lärm, dem ungeordneten Hörraum in gewisser Weise entgegenwirkt, ihn beruhigt und ordnet.

Eine symphatische und mutige junge Autorin und ein sehr empfehlenswertes Buch. Auch hier, an dieser Stelle, noch einmal der Dank an Wolfgang Weirauch für das Verlegen dieser und ähnlicher Publikationen. Für mich (seit gut 30 Jahren mit der Anthroposophie verbunden) sind das die entscheidenden Impulse, die die Anthroposophie, jenseits von ihrem gigantischen Überbau von GA-Gelehrsamkeit und Gesellschaftsritualen, in eine lebendige Zukunft führen können.

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