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Götter, Hexen und Naturgeister

Sagen und Sagenhaftes der Insel Föhr

Hans Philippsen

ISBN: 978-3-926841-84-1
Einband: kartoniert
Informationen: 160 Seiten
Inhaltsverzeichnis: Download als PDF
Preis: 14,90 €

Kurzbeschreibung

2. Auflage

Die Sagen der Insel Föhr geben einen lebendigen Eindruck der ursprünglichen Kultur und des Brauchtums der Föhrer. Die Geschichten spielen an der Nahtstelle zwischen Heidentum und Christentum. Sie weisen auch auf eine eigene Spiritualität der alten Friesen, denn es geht um ihre Götter und um Odderbaantjes, Puken, Roggfladders und andere Wesen, die wir heute unter dem Begriff Naturgeister zusammenfassen. Auch die Herkunft des Biikefeuers wird geschildert.

Viele Denkmäler der alten Föhrer Kultur sind verschwunden. Durch die Sagen zur Geschichte und Geographie der Insel erfährt man etwas über die Lembecksburg, über den Kampf gegen und mit den Dänen, über Auseinandersetzungen bei der Ablösung des Katholizismus durch die Reformation und manche Lästerei über die Föhrer von Seiten der Amrumer und Sylter. Die Hexensagen berühren ein dunkles Kapitel der Geschichte.

Die Föhrer sind ein eigener Menschenschlag, der sich in seiner Eigenart nicht gleich jedem offenbart. Die Sagen verraten ein wenig davon, und es lohnt sich, auf Föhr nicht nur den Hauptstraßen zu folgen, sondern auch die kleinen entlegenen Winkel aufzusuchen, die von den einzelnen Sagen berührt werden, und ihnen eine Weile zu folgen.

 

 

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Rezension in: Der Insel-Bote, 11.08.1998
  Altes Buch in neuem Gewand wieder auf dem Markt:
  Sagen und Sagenhaftes der Insel Föhr

  Ein verdienstvoller Sammler und einfühlsamer Schreiber der Föhrer Sagen war der Lehrer Hans Philippsen (1866-1926). Sein Buch "Sagen und Sagenhaftes der Insel Föhr" erschien in erster Auflage 1911, in zweiter Auflage 1928 und wurde 1981 als Reprint und mit einem Nachwort von Jakob Tholund erneut herausgegeben.
 

Insulaner und ihre Kurgäste lieben anscheinend diese kleinen, vom Rankenwerk der Volkspoesie umgebenen Geschichten mit dem oft wahren, örtlich bezogenen Kern. Denn alle drei Büchlein sind vergriffen. Das hat zwei Föhringer, den Lehrer Arfst Wagner als Herausgeber und seinen Neffen Henning-Arfst Klocke als Fotografen ermuntert, die von Philippsen gesammelten und erzählten Sagen in einem moderner aufgemachten, mit Fotos und Fußnoten sowie einem Vorwort versehenen 144-Seiten-Buch vorzulegen. Im Flensburger Hefte Verlag ist das Buch soeben erschienen unter dem Titel "Götter, Hexen und Naturgeister. Sagen und Sagenhaftes der Insel Föhr".
 

Die Sagen sind im Wortlaut und in der thematischen Gliederung Philippsens geblieben. "Götter- und Heldensagen", "Zwergensagen", "Hexensagen", "Sagen vom Teufel, falschen Schwüren usw." und "Sagen zur Geschichte und Geographie der Insel" sind die Kapitelüberschriften von insgesamt 125 Sagen.
 

In seinem Vorwort bekräftigt der Herausgeber den Wert der Sagen als Spiegelbild ursprünglicher Kultur, Denk- und Sinnesart, Spiritualität und Brauchtumsstärke. An der "Nahtstelle zwischen Heidentum und Christentum" angesiedelt, zeigten die Sagen mit ihren "Elementarwesen" wie Odderbaantjes, Puken, Roggfladders und anderen, wie lebendig die Natur für die alten Friesen gewesen ist. Daß die Hexensagen ein dunkles Kapitel der Heimatgeschichte berühren, ist auch für Arfst Wagner unstrittig. Er regt an, in den kleinen Texten die Landschaftsmerkmale und den Stammes-Charakter der Föhrer aufzuspüren: "Es lohnt sich, ... die kleinen entlegenen Winkel aufzusuchen, die von den Sagen berührt werden", heißt es am Schluß.

 

Rezension in: Moin-Moin-Wochenblatt, Flensburg
 

Die Sagen der Insel Föhr geben einen lebendigen Eindruck der ursprünglichen Kultur und des Brauchtums der Föhrer. Die gesammelten Geschichten von Hans Philippsen, neu herausgegeben von Arfst Wagner, verraten Sagen und Sagenhaftes der Insel Föhr. Neu erschienen sind sie unter dem Titel "Götter, Hexen und Naturgeister" im Flensburger Hefte Verlag GmbH. Die an der Nahtstelle zwischen Heidentum und Christentum spielenden Geschichten weisen auch auf eine eigene Spiritualität der alten Friesen, denn es geht um ihre Götter und um Odderbaantjes, Puken, Roggfladders und andere Wesen, die Naturgeister eben. Auch die Herkunft des Biikefeuers wird auf den 144 Seiten geschildert.
 

Durch die Sagen zur Geschichte und Geographie der Insel erfährt man etwas über die Denkmäler der alten Föhrer Kultur, über den Kampf gegen und mit den Dänen und manche Lästerei über die Föhrer von seiten der Amrumer und Sylter. Die Hexensagen berühren ein dunkles Kapitel der Geschichte. Auf jeden Fall lohnt es sich, auf Föhr auch mal die kleinen entlegenen Winkel aufzusuchen.

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